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Produktiv von der Problemstellung zu kreativen Lösungen: Ansätze des design thinking für das Riseboarding nutzen.

Riseboarding ist eine individuelle Sache. Es gibt viele Möglichkeiten, mit einem Riseboard zu arbeiten.
So haben wir bspw. in den Artikeln „Die Phasen erfolgreicher Ideenentwicklung” oder auch „Die Collective Notebook Methode” beschrieben, wie man effektiv zu guten Ergebnissen kommt.

Aber auch andere, erfolgreiche Methoden bieten Wege, Riseboarding effektiv bei der Problemlösung einzusetzen. Uns hat vor einiger Zeit das design thinking beflügelt, einige der Ideen auf das Riseboarding anzuwenden. 

Um es vorweg zu nehmen: Wir sind weder design thinking Professionals noch werden wir im Folgenden die spannenden Erkenntnisse des design thinkings in der Tiefe besprechen. Uns ging es vielmehr darum, Riseboarding dazu zu nutzen, um von einer Problemstellung zu präzisen, umfänglichen Anforderungen und möglichst erfolgsversprechenden Lösungen zu gelangen. Im design thinking finden wir viele Ansätze, diesen Weg zielorientiert zu beschreiten.

Wie sieht der Alltag in unseren Projekten aus? Ein Problem wird benannt und eine Lösung soll erarbeitet werden. Doch wie präzise ist das Problem formuliert? Schnell ist man aus der Erfahrung heraus geneigt, eine Lösung zu benennen. Aber ist es die Richtige? War das Problem überhaupt das Problem und wurde es richtig benannt, geschweige denn verstanden?

Hier kommen uns die Ansätze des design thinking Prozesses entgegen. Empathize, define, ideate, prototype & test. Wobei die letzteren beiden in diesem Artikel nicht näher beleuchtet werden sollen.

Wir wollen ...

  • das Problem verstehen,
  • Anforderungen definieren,
  • Lösungen entwickeln und
  • diese Lösungen testen und validieren.

Uns geht es dabei vor allem um Team-Ergebnisse. Für die folgenden Phasen der Lösungserarbeitung arbeitet idealerweise eine Gruppe aus verschieden involvierten Menschen zusammen. Je nach Problemstellung können das ausgewählte Nutzer, Entwickler, Ingenieure, Projektleiter, Dozenten usw. sein. Die unterschiedlichen Erfahrungen des Teams mit dem gegebenen Problem ermöglichen, die unterschiedlichsten Perspektiven einzunehmen und zu berücksichtigen.

Empathize - Das Problem verstehen

Eine wichtige Regel des design thinking besagt in etwa „Die wichtigste Aufgabe, wenn man etwas für jemanden gestaltet, ist, Empathie für diese Person zu entwickeln.” Wir haben das für unseren Arbeitsalltag übersetzt in „Verstehe den Anwender, sein Problem und seine Arbeitsumwelt”, um auch eine wirkliche Lösung für ihn zu entwickeln. Und nicht irgendeine.

designthinking - Hypothese

Unser Teamwork beginnt deshalb damit, die Problemstellung als eine Art Hypothese als Kachel zu notieren. Wie diese Problemstellung formuliert ist, hängt von der Herkunft derselben ab: Der Auftraggeber (intern wie extern) hat sie benannt, Erkenntnisse aus Nutzer-Feedback, Selbsterkenntnis durch eigenes Erleben während der Arbeit, ...

Unsere Gruppe hat einen hübschen Meeting-Raum belegt. Jeder Teilnehmer hat seinen Rechner dabei und befindet sich im Riseboard in genau dieser Kachel. Einen Beamer benötigen wir erstmal nicht.

Unsere erste Aufgabe besteht darin, jeden einzelnen zu Wort kommen zu lassen, WAS an der Problemstellung denn tatsächlich eine Schwierigkeit, ein Hindernis, eine Hürde darstellt. Genauer gesagt: WAS machen die Personen in der problematischen Situation genau? WAS wollen sie erzielen? WAS hindert sie genau? WAS sind ihre Workarounds?

Während dieser Phase des Dialogs und der Diskussion erfassen alle Teilnehmer im Riseboard auf der gleichen Arbeitsfläche, was sie von den anderen im Team hören und beobachten. Auf diese Weise geht wenig undokumentiert verloren und jeder Teilnehmer beschreibt das Gesagte eventuell unterschiedlich. So ergibt sich recht zügig eine Sammlung wertvoller Erkenntnisse darüber, wie sich das Problem darstellt.

designthniking2

Die zweite Runde besteht darin, die Erkenntnisse gemeinsam zu ordnen und zu verdichten.

Dazu projizieren wir unser Riseboard an die Leinwand. In der Gruppe ordnen und gruppieren wir nun die Kacheln in der Concept View des Riseboards. Sind alle einzelnen Problemstellungen formuliert, widmen wir uns der nächsten Detaillierungsstufe: WIE wird in der jeweiligen Problemsituation gearbeitet.

Wir rufen die erste „Problem-Kachel” auf und lassen die Gruppe beschreiben, WIE im einzelnen vorgegangen wird. Diese Präzisierung eröffnet mitunter neue Erkenntnisse, worin das Problem genau besteht. Handelt es sich um ein Verständnis-Problem? Fehlen Funktionen in der Anwendung? Sind Funktionen nicht bekannt? Fehlt dem Nutzer notwendiges Wissen?

designt hinking - Abläufe

Diese Einzelbetrachtung erarbeiten wir für jede der einzelnen „Problem-Kacheln”.

Zuletzt diskutieren und notieren wir in den Notizen einer jeden „WIE-Kachel” unsere Annahmen und Vermutungen, WARUM der Nutzer so vorgeht. Nun haben wir alle Erkenntnisse erarbeitet, wie sich das Problem konkret darstellt. 

Define - Anforderungen entwickeln, die das "Problem" abdecken

design thinking - Anforderungen

Jetzt können wir aus unseren gewonnen Erkenntnissen klare Anforderungen formulieren.

Dazu legt der Moderator parallel zur Kachel „Problemstellung” eine Kachel „Anforderungen” an und steigt in diese ein. Auf einem weiteren Rechner, der mit dem Beamer projiziert wird, öffnen wir die Tree View unserer „Problem-Kacheln”.

In der Gruppe formulieren wir nun aus jeder Problemstellung eine präzise Anforderung und legen für jede Anforderung eine Kachel an:

  • Titel der Kachel: Die Anforderung in absoluter Kurzform
  • Notizen der Kachel: „Der Nutzer benötigt einen Weg, [ Ziel / Aufgabenstellung ], wobei er [ Hindernisse / Hürden / Probleme ].

Diese Anforderungen sind unsere Ausgangssituation, um zielorientierte und nutzerzentrierte Lösungen zu erarbeiten.

Ideate - Lösungen entwickeln, entlang den Anforderungen

Zeit, passende Lösungen zu unseren Anforderungen zu entwickeln. Hier können die unterschiedlichsten Kreativitätstechniken zum Einsatz kommen, vom Brainstorming, über die Collective Notebook Methode oder das 6-3-5 Brainwriting.

design thinking - Lösungen

Wir sammeln unsere Lösungsideen in diesem Fall mit Brainstorming in der Gruppe. Dazu öffnen wir die erste Anforderungskachel auf dem Beamer und der Moderator erfasst alle Ideen der Gruppe als einzelne Kacheln. Wichtig ist hier vor allem, keine Bewertungen vorzunehmen.

Kommen keine neuen Ideen mehr zusammen, gehen wir zur nächsten Kachel über.

Die letzte Aufgabe unserer Arbeitsgruppe ist es, die gefundenen Lösungen zu diskutieren und zu bewerten. Im Zuge dieser Diskussion erfasst der Moderator in den Notizen einer jeden Lösungskachel Details, Ideen und Meinungen. Gemeinsam werden die Lösungen geordnet und gruppiert und in eine Prioritäten-Reihenfolge gebracht. Für die von der Gruppe priorisierten Lösungen werden Arbeitsgruppen benannt, die diese im Weiteren präzisieren und ausarbeiten werden, bspw. in einem Fachkonzept, Realisierungskonzept, Mockup, Design, Prototyp, ... 

Prototype & Test - Lösungen validieren 

Auf diese letzten beiden Phasen der Lösungsentwicklung werden wir an dieser Stelle nicht näher eingehen. Die Art des Prototyping hängt vom Produkt ab, ob physisch oder digital. 

Wichtig ist, im Zuge des Prototyping herausfinden,

  • was funktioniert ...
  • was weiter verbessert werden kann ...
  • welche Fragen sich ergeben haben ...
  • welche weiteren Ideen entstanden sind ...

Ob design thinking oder andere Vorgehensmodelle

Riseboarding kann man auf vielerlei Arten betreiben. Welches Vorgehen zum erwünschten Ziel führt, hängt vor allem vom Nutzer oder Team ab. Wichtig ist, keinen zu engen Vorschriften zu folgen, sondern das Riseboarding als Hilfsmittel zu betrachten, sich auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren. Sei es Ideenfindung, Problemlösung, Konzeptentwicklung, ...

Für alle, die mehr über design thinking erfahren möchten, denen empfehlen wir diesen Link des Hasso Plattner Institute of Design, Stanford, als Startpunkt: http://dschool.stanford.edu/dgift/

 

 

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